Grundsätze der Tantramassage

Aktualisiert: Sept 29

Die Mitglieder des Förderverein Tantramassage Schweiz teilen ein gemeinsames Verständnis über die Tantramassage und bejahen die sexuelle Energie als Urkraft, ohne die es kein Leben gibt. Jeder Mensch wird in seinem Sein akzeptiert und wertgeschätzt. Gute Kenntnisse der biologischen Aspekte der menschlichen Sexualität sind Grundlagen für einen erfüllten, lebensbejahenden und freudvollen Umgang mit der persönlichen Sexualität. Sie verhilft mitunter zu einem erfüllteren und glücklicheren Leben. Das Mitglied setzt sich dafür ein, dass in unserer Gesellschaft die Möglichkeiten für eine erfüllende Sexualität geschaffen werden. Die Tantramassage ehrt den Menschen in seiner Gesamtheit von Körper, Geist und Seele. Ihr Ethos lehrt Freude, Würde, Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit, Behutsamkeit, Sorgfalt, Offenheit, Achtung vor dem anderen, sowie den Mut und die Fähigkeit, selbstbestimmt Entscheidungen über das zu treffen, was einem gut tut. Vereinsmitglieder:

  • entwickeln und fördern ihr Wissen über die Tantramassage.

  • geben ihr Wissen zum Thema Tantra und Tantramassage im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiter. Dabei sind sich die Mitglieder ihrer eigenen Stärken und Grenzen bewusst und pflegen einen bewussten Umgang mit den Grenzen ihres Gegenübers.

Definition Tantramassage Die Tantramassage ist ein ganzheitliches Massage- und Verehrungsritual. Dabei wird der ganze Körper – auch der Intimbereich – auf harmonische Weise mit einbezogen. Sie berücksichtigt die Verehrung und Erweckung der Sinne genauso wie sie Nähe und Geborgenheit zulässt und eine heilsame Wirkung erzeugen kann. Lebenskraft und Sinnlichkeit kann in der Massage geweckt und erlebt werden. Ziel der Massage ist ein entspanntes Befinden. Dabei kann orgiastische Energie geweckt, erhalten und im ganzen Körper verteilt werden. Eine Tantramassage dauert mindestens eine Stunde, kann sich aber auf mehrere Stunden ausdehnen. Sie kann von einer oder mehreren Personen ausgeführt werden. In der Tantramassage gibt es keine Diskriminierung nach Alter (über 18 Jahren) Aussehen oder Geschlecht. Besondere Aufmerksamkeit wird körperlich oder psychisch erkrankten Menschen geschenkt, die damit eine Möglickeit erhalten, ihrer Sexualität zu leben. Die professionelle Tantramassage findet in einem klar abgesteckten und vorher besprochenen Rahmen statt:

  • Die Gebenden Personen bleiben während der Massage authentisch, unverstellt, sich selbst.


  • Sie verpflichten sich einer sexuellen Ethik und bringen weder eigene Bedürfnisse in die Massage ein, noch nützen sie allfällige Sehnsüchte der empfangenden Person aus.


  • Die Masseurin, der Masseur schafft einen Raum, welcher es der empfangenden Person ermöglicht, sich für die eigene Sinnlichkeit und das eigene sexuelle Empfinden zu öffnen.


  • Dabei bewahrt die Masseurin, der Masseur den Respekt und den Rahmen des Geschehens und hält sich an vereinbarte Grenzen.


  • Gegen ein achtsames Halten der Masseurin, des Masseurs durch die Empfangende Person, ist meist nichts einzuwenden. Der Intimbereich ist davon aber in jedem Fall ausgeschlossen.


  • Geschlechtliche Vereinigung, Oralsex oder sexuelle gegenseitige Handlungen sind ein absolutes Tabu.


  • Fotos dürfen keine Akt- oder erotischen Szenen zeigen. Das Gesicht der Masseurin sollte auf mind. einem Bild klar erkennbar sein.


Tantramassage-Anbieter, die Mitglied des Förderverein Tantramassage Schweiz sind, halten sich an die Grundsätze des Vereins.


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